Übersicht unserer Leistungen

Das Leistungsspektrum der Gemeinschaftspraxis Chirurgie/Dermatologie am
DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein umfasst:

Diagnostik

Sonographie

  • Allgemeine Ultraschalluntersuchungen (Schilddrüse, Bauchorgane, Weichteile)
  • farbkodierte Ultraschalluntersuchung der peripheren Gefäße (vorzugsweise Venen) (Praxis G. Weiß)
  • sonographisch gestützte Punktionen

Endoskopie des Darmes

  • Proktoskopie
  • Rektoskopie
  • Videokoloskopie mit Analgosedierung und bedarfsweise Vollnarkose

Chirurgische Onkologie (Chirurgie bei Darmkrebserkrankungen)

Chirurgische Onkologie (Chirurgie bei Darmkrebserkrankungen)

  • Prävention und Nachsorge gastrointestinaler Tumore

Proktologie (Enddarmerkrankungen)

Proktologie (Enddarmerkrankungen)

    • Konservative und operative Behandlung von Enddarmerkrankungen
    • Beratung und Therapie der Stuhlinkontinenz
    • Haemorrhoidenoperationen

      Viszeral- und Allgemeinchirurgie

      Viszeral- und Allgemeinchirurgie

        • Konservative und operative Behandlung der Galle
        • Konservative und operative Behandlung von Schilddrüßenerkrankungen
        • Kleine operative Eingriffe, wie z.B. Lipome der Haut

          Hernienchirurgie mit Schwerpunkt Leistenhernie

          Was ist eine Hernie?

          Abgeleitet von dem griechischen Wort hérnos (Knospe, Spross, Vorwölbung) bezeichnet der medizinische Fachbegriff Hernie den so genannten Eingeweidebruch. Mit „Bruch“ ist hier demzufolge kein Knochenbruch gemeint, sondern eine Öffnung, beispielsweise in der Bauchwand, durch die Bauchfell, gegebenenfalls mit Eingeweideanteilen, nach außen vordringen kann. Diese Öffnung kann angeboren oder erworben sein. Sie wird ganz allgemein als Bruchpforte, das sich vorwölbende Bauchfell als Bruchsack und die eventuell darin befindlichen Eingeweide als Bruchinhalt bezeichnet. Bruchpforten können sich in der Bauchwand, im Bereich von Operationsnarben, im Zwerchfell, in der Leistenregion, am Beckenboden, im Bauchinnenraum und sogar in der Rückenmuskulatur befinden.

          Eine Hernie besteht also im Wesentlichen aus den folgenden drei Anteilen:

          • Bruchpforte: Krankhafte Lücke, beispielsweise in der Bauchwand. Sie verläuft je nach Lage durch verschiedene Gewebsschichten hindurch (Muskeln, Sehnen, Narbengewebe etc.). Die Lokalisation der Bruchpforte legt die Bezeichnung der Hernie fest, so spricht man beispielsweise von Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch, Zwerchfellbruch usw.
          • Bruchsack: Ausstülpung des Bauchfells, das sich durch die Bruchpforte drängt. Nach außen hin wird der Bruchsack von Unterhautfettgewebe und Haut begrenzt. Diese Schichten werden als Bruchhülle bezeichnet.
          • Bruchinhalt: Der Bruchsack ist entweder leer oder aber – in der Mehrzahl der Fälle – mit Bruchinhalt gefüllt. Der Bruchinhalt kann aus verschiedenen Bestandteilen bestehen, beispielsweise aus Darmschlingen und/oder Anteilen des großen Netzes (fett- und bindegewebsreiche Bauchfellschürze, die normalerweise über die Dünndarmschlingen ausgebreitet ist). Meist befindet sich im Bruchsack auch eine als Bruchwasser bezeichnete Flüssigkeit, oft als Folge eines Reizzustandes oder entzündlicher Reaktion.

          Bei den erworbenen Eingeweidebrüchen bildet sich an bestimmten Schwachstellen des Körpers eine Bruchpforte mit Bruchsack aus, beispielsweise in der Bauchwand bei mangelnder Bauchwandfestigkeit oder im Bereich von Operationsnarben bei unvollständiger Narbenbildung. Eine wesentliche Ursache liegt in einer Störung des Kollagenstoffwechsels. Da das Kollagen für die Festigkeit des Binde- und Stützgewebes im Körper verantwortlich ist, führt die Beeinträchtigung seiner Bildung zu Instabilität des Bindegewebes und verminderter Narbenfestigkeit. Das Risiko für die Entwicklung einer Kollagenstoffwechselstörung und damit einer Bindegewebsschwäche steigt mit zunehmendem Alter. Hernien können sich ferner bei einer starken Erhöhung des Bauchrauminnendrucks ausbilden, zum Beispiel bei chronischem Husten aufgrund einer Lungenerkrankung, bei chronischer Verstopfung mit verstärktem Pressen beim Stuhlgang oder bei regelmäßigem Tragen schwerer Lasten. Risikofaktoren sind auch Schwangerschaft und Übergewicht. In nicht wenigen Fällen finden sich allerdings gar keine eindeutigen Ursachen, die für das Auftreten der Hernie verantwortlich gemacht werden können.

          Eine Hernie muss immer operiert werden, da sich die Bruchpforte nie von selbst verschließen wird. Die Operation sollte zudem kurz- bis mittelfristig erfolgen, um die gefährliche Einklemmung von Darm- und/oder Netzanteilen zu vermeiden. Eine andere Form der Heilung gibt es nicht. Selbst wenn sich der Bruchsackinhalt unter bestimmten Umständen in den Bauchraum zurückverlagert, wird er dennoch bei der nächsten Druckerhöhung, beispielsweise beim Husten, wieder durch die Bruchpforte nach außen gedrängt, wodurch sich diese weiter vergrößert. Der Einsatz von konservativen Therapien wie das Tragen von Bruchbändern (eine gürtelähnliche Vorrichtung, die die Eingeweide im Bauch zurückhalten soll) hat sich nicht nur als wenig hilfreich, sondern sogar als schädlich erwiesen. Beim Einsatz von Bruchbändern kann sich die Bauchmuskulatur zurückbilden und die Bauchdecke instabiler werden, so dass sich die Gefahr weiterer Brüche erhöht. Durch des Tragen eines Bruchbandes können sich auch Verwachsungen im Bruchsack bilden, die dann eine operative Therapie erschweren. Außerdem kommt es zu unter Umständen erheblichen Druckverletzungen an der unter dem Bruchband liegenden Haut.

          Leistenhernien


          Leistenhernien zählen zu den weltweit häufigsten visceralchirurgischen Eingriffen. Jährlich werden in Deutschland 280.000-300.000 Leistenhernien operativ versorgt. ( Quelle: Health Care Journal 1/2015 , R.Lorenz, A. Koch) Die Operation ist ambulant und stationär möglich. In den letzten 30 Jahren wurden die offenen Nahtreparaturverfahren durch Operationsverfahren mit Netzen in offener und minimalinvasiver Technik ergänzt. In den Leitlinien der Europäischen Herniengesellschaft wurden 2009 erstmals Empfehlungen zur Anwendung der einzelnen Operationverfahren ausgesprochen.

          Unser Ziel ist es, für jeden Patienten ein massgeschneidertes Behandlungskonzept anzubieten (Tailored Approach):

          Darmkrebsvorsorge

          Rückgang der Inzidenz und Mortalität von Darmkrebs in Deutschland

          Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten. Weltweit erkranken jährlich circa 1,4 Millionen Menschen an Darmkrebs, circa 700 000 Menschen sterben daran.

          Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern mit besonders hoher Inzidenz: Für das Jahr 2010 wurde die Gesamtzahl der Neuerkrankungen und Sterbefälle auf circa 62 000 beziehungsweise 26 000 geschätzt.

          Im Gegensatz zu anderen Früherkennungsuntersuchungen können bei der Vorsorgekoloskopie nicht nur Krebserkrankungen in einem früheren Stadium diagnostiziert, sondern vielmehr auch Vorstufen wir kolorektale Adenome zuverlässig erkannt und in der Regel bereits im Rahmen der Untersuchung abgetragen werden.

          Damit trägt die Vorsorgekoloskopie nicht nur zu Früherkennung sondern auch zur Verhütung von Darmkrebs bei. Nach einer aktuellen Hochrechnung auf Basis von Daten des bundesweiten Registers der Vorsorgekoloskopien wurden in den ersten 10 Jahren des Angebots bei circa 1 von 5 Millionen Teilnehmern Adenome gefunden und abgetragen, wodurch langfristig circa 180 000 Darmkrebsfälle verhindert werden konnten.

          Da Darmkrebs sich in den meisten Fällen sehr langsam über viele Jahre entwickelt, wird der volle Effekt dieser Präventionsmaßnahme erst längerfristig zum Tragen kommen.

          Schlussfolgerung: Innerhalb von 10 Jahren nach Einführung der Vorsorgekoloskopie ist in Deutschland nach zuvor jahrzehntelangem Anstieg die Darmkrebsinzidenz in den Altersgruppen ab 55 Jahren um 17-26 % zurückgegangen.

           

          Weitere Informationen finden Sie unter:

          www.felix-burda-stiftung.de
          www.dkfz.de

           

           

          Phlebologie (Venenerkrankungen)

          Phlebologie (Venenerkrankungen)

          • Diagnostik des Krampfaderleidens
          • Konservative Therapie (Bandagen, Strümpfe etc.)
          • Operative Therapie des Krampfaderleidens durch konventionelle Operationsverfahren (mehr)
          • Operative Therapie nach CHIVA
          • Endovenöse Therapie durch Radiofrequenzobliteration (mehr)

          Ambulante Operationen

          Ambulante Operationen

          Ist die Entscheidung zu einer Operation gefallen, so ist der Wunsch des Patienten auf

          • Heilung: Beschwerden auf Lebenszeit beseitigt, kein chronischer Schmerz, kein Wiederholungsbruch
          • Sicherheit: es treten keine oder zumindest keine schwerwiegenden Komplikationen auf
          • Komfort: möglichst wenig perioperative Schmerzen, postoperativer Aufenthalt in möglichst angenehmer Atmosphäre (häusliche Umgebung)

          Quelle: Dr. Martin Pöllath, Chirurgenmagazin Heft 69, Jg. 12, Ausgabe 3.2014

          Diese Kriterien werden beim Ambulanten Operieren besonders effizient umgesetzt.

          • Sie haben Ihren Operateur bereits bei der Erstuntersuchung mit Indikationsstellung kennengelernt.
          • Der Operateur kennt sie als Patienten mit Ihren Begleiterkrankungen, Erwartungen und evtl. besonderen Lebensumständen.
          • Sie haben bereits im Vorfeld Rezepte über Schmerzmittel und bei Bedarf blutverdünnende Medikamente erhalten und konnten diese ohne Hektik beschaffen und zu Hause bereitlegen.
          • Operateur, Anästhesistin und Mitarbeiter(innen) arbeiten schon über Jahre zusammen und bilden ein eingespieltes Team. Es gibt kaum Informationsverlust.
          • Unsere Praxis ist nach den strengen Normen des TÜV zertifiziert.
          • Anforderungen an Hygiene und technische Ausstattung und Patientensicherheit entsprechen dem hohen Standard für zugelassene ambulant operative Einrichtungen.
          • Sie werden immer von einem Facharzt mit hoher Expertise operiert, der dann auch die Nachbehandlung bis zum Abschluß der Wundheilung übernimmt.
          • Die Rate der Wundinfektionen ist sehr gering.
          • Nach ca. 4 Stunden postoperativer Überwachung in der Praxis sind sie wieder zu Hause.
          • Telefonkontakt mit dem Operateur am Abend des Operationstages
          • Jederzeit telefonische Kontaktaufnahme mit dem Operateur über ein eigenes Rufbereitschaftssystem möglich


          Integrierte Versorgung

          Integrierte Versorgung

          Bei jeder medizinischen Behandlung steht das Wohl des Patienten an erster Stelle. Jedoch gelingt es trotz hohem ärztlichen und pflegerischen Einsatz nicht immer, ein Optimum an Behandlungskomfort und Behandlungsqualität zu erzielen. Um dem zu begegnen, hat der Gesetzgeber 2004 unter dem Begriff „Integrierte Versorgung“ den Kassen ermöglicht, einen Teil der Versicherungsbeiträge für sogenannte „neue Versorgungsformen“ ausgeben zu können. Durch besondere Verträge zwischen Krankenkassen und geeigneten Leistungserbringern soll eine stärkere Vernetzung der Fachdisziplinen und Sektoren gefördert, die Qualität der Patientenversorgung dabei verbessert und gleichzeitig die Gesundheitskosten gesenkt werden.

          Welche Vorteile bietet die integrierte Versorgung für Patientinnen und Patienten?

          • Zugang zu einem spezialisierten Arzt und damit Vermeidung längerer Wartezeiten bei ungeeigneten Leistungserbringern sowie Vermeidung von Doppeluntersuchungen und Mehrfachuntersuchungen
          • hochwertige koordinierte und qualitätsgesicherte Behandlung aus einer Hand
          • ein fester zentraler Ansprechpartner, von der Diagnostik mit Beratung zum operativen Management über die Operation an sich bis zur postoperativen Behandlung im definierten Umfang
          • Behandlung nach klarem Behandlungsfaden auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens
          • Anwendung modernster Therapieverfahren, die im Rahmen einer normalen kassenärztlichen Behandlung von den Krankenkassen nicht vergütet werden und damit den Patienten so nicht zur Verfügung stehen

          Unsere chirurgische Gemeinschaftspraxis nimmt über IVM plus und MICADO an der integrierten Versorgung teil.

          Sie können sich über nachfolgende Links über Details der integrierten Versorgung informieren:

          www.ivmplus.de
          www.micado-online.de

          Folgende Verfahren sind in unserer Praxis / Belegchirurgie verfügbar

          Folgende Verfahren werden in unserer Praxis und in der Abteilung Belegchirurgie durchgeführt:

          Minimalinvasive Netzverfahren

          • TAPP (Stationäre Eingriffe) - besonders geeignet für doppelseitige Hernien und Wiederholungseingriffe nach offenen Operationsverfahren
            TAPP: Verankerung des netzes mit Klammern oft notwendig, alternativ Gewebekleber

          Offene Netzverfahren

          • Operation nach Lichtenstein - Standardeingriff bei lateralen und kleinen medialen Hernie

          Offene Nahtverfahren

          • Operation nach Shouldice

          Belegchirurgische Operationen
          Umfangreiches viszeralchirurgisches Operationsspektrum auf unserer Belegstation Chirurgie

          Wir hoffen Ihnen damit einen Überblick auf die Operationsverfahren gegeben zu haben.