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Haut und Haar - was tut mir gut?

Arzt-Patienten-Seminar des Brustzentrums am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein


Über 70 interessierte Besucher fanden sich am Dienstag, dem 03. September 2019, in der Medizinischen Berufsfachschule am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein ein. Die Leiterin des Brustzentrums - Oberärztin Dr. med. Marion Tolkmitt hatte zum gemeinsamen Informationsaustausch geladen. Bevor die Vorträge begannen, konnten sich die Gäste am Buffet der DRK Klinikservicegesellschaft mit Kaffee und Kuchen sowie belegten Brötchen stärken und ins Gespräch kommen. Zudem hatten die Besucher die Möglichkeit, sich an den verschiedenen Informationsständen von Partnerunternehmen beraten zu lassen.

Ab 17 Uhr kamen alle im Hörsaal zusammen, um den Programmpunkten der Einladung zu folgen. Hier wurde das Publikum noch einmal recht herzlich von Oberärztin Dr. med. Marion Tolkmitt begrüßt. Anschließend informierte sie die Besucher über Neuigkeiten zum Brustzentrum, wie beispielsweise den Sprechstunden und den neuen Räumlichkeiten. Des Weiteren lag ihr das Thema „soziales Engagement“ besonders am Herzen. Hintergrund: am 27. Juni 2019 fand die Mitgliederversammlung der Sächsischen Krebsgesellschaft e. V. statt, bei welcher erstmalig ein Preis für das Engagement im Bereich der ehrenamtlichen Selbsthilfe vergeben wurde. Inge Loos aus Chemnitz versorgt seit geraumer Zeit unentgeltlich die Brustkrebspatientinnen des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein mit selbstgenähten Herzkissen und gewann damit den zweiten Platz bei der Preisverleihung. Mit einem bunten Blumenstrauß, der Urkunde über den zweiten Platz des Engagementpreises und einer herzlichen Umarmung bedankte sich die Oberärztin im Namen ihres Teams und ihrer Patientinnen.

Anschließend begann Oberarzt Dr. med. Fabian Ziller mit dem ersten Vortrag. Er erklärte, dass gerade bei einem geschwächten Immunsystem, wie es oft nach einer Chemotherapie der Fall ist, vermehrt Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten können. Beispielhaft nannte er hierbei Probleme mit der Haut, wie Ausschlag, Akne, Juckreiz und Hauttrockenheit oder auch Nagelveränderungen. Bakterien- und Pilzinfektionen haben durch die schwächeren Barrieren zudem häufig ein leichtes Spiel. Diese Nebenwirkungen können jedoch in der Regel gut behandelt werden. Schwieriger zeigt sich die Problematik des Haarausfalls, welcher hauptsächlich jedoch ohne Garantie über verschiedene Nahrungsergänzungsmittel gelindert werden kann.

Besonders geeignet sollen die Cremes von Frau Dr. Bettina Lühmann sein. Unter der Marke Beti Lue vertreibt sie verschiedene Pflegeprodukte speziell für strapazierte Haut nach bzw. während der Strahlentherapie von Krebspatienten. Die Produkte enthalten zumeist Sanddornöl und je nach Einsatz verschiedene andere bekannte Pflegestoffe wie Linolsäure und Panthenol. Die Entwicklung und Herstellung findet in der namensgleichen Salbenmanufaktur in Chemnitz statt.

Tina Leistner beschäftigt sich mit dem Thema Haarausfall. Sie hat das Geschäft ihrer Mutter Astrid Leistner übernommen und verhilft ihren Kunden und Kundinnen zu einer vollen Haarpracht. Sie wirkt sehr verständnisvoll, wenn sie über ihre Erfahrungen mit Krebspatienten spricht. Jedoch muss das nicht immer eine Ursache für Haarausfall sein. Die Ursachen sind vielfältig. Umso wichtiger ist es, den Betroffenen ein gutes Gefühl zu geben. Sie sollen sich wohler fühlen. Daher bieten die Zweithaarspezialisten „Astrid Leistner“ verschiedene Haarsysteme und Perücken an, welche sie individuell anpassen. Für eine Vorführung lud Tina Leistner eine Kundin ein, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Dabei zeigt sie, wie schnell die Haarsysteme wechselbar sind, wie gut sie halten und wie pflegeleicht sie sind. Abschließend wurden offene Fragen, wie beispielsweise die Abrechnung über Krankenkassen, besprochen.

Vielen Dank an die zahlreichen Besucher, unsere Industrieaussteller und die Referenten für diesen gelungenen Abend. Wir freuen uns auf das nächste Mal.